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(c) Holger Gatz 2000 - 2012
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3. Tag: Am Nourlangie Rock: Felszeichnungen
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Der Nourlangie Rock prägt das Bild am Anbangbang Billabong und ist bekannt für die an ihm hinterlassenen Felszeichnungen.
Es gibt zu seinen Füße mehrere Pfade, die sich in Länge und Thema unterscheiden.
Die Wahl fiel auf den Aufstieg zu einer Kultstätte der Aborigines und führte auf eine Kuppe. Das Vorhaben erwies sich aufgrund der nachmittäglichen Hitze als recht anstrengend. Letztlich wurden die Mühen mit einem eindrucksvollen Panorama belohnt.
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Der Rückweg verlief im Schatten der Felsüberhänge. Dabei waren die Felszeichnungen über Stege und Plattformen leicht zu erreichen und aus der Nähe zu betrachten.
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Die einzelnen Zeichnungen stellen Figuren aus der Mythologie der Aborigines dar, die im alltäglichen Leben der Uraustralier einen realen Platz einnehmen und das Tun und Handeln auch heute noch bestimmen.
Typisch ist dabei der “Lightning Man” ganz rechts, dessen Bogen um ihn herum Gewitterblitze symbolisieren und der mit Steinäxten an seinen Knien Donner erzeugt.
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Weiß hervorgehoben sieht man hier seine Frau, unter ihr eine Familie, die als Gruppe zu einem Ritual unterwegs ist.
Immer wieder abgebildet werden auch Tiere, die als Nahrung dienen. Das können Fische, Honigameisen oder Larven sein.
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Dies ist Nabulwinjbulwinj (im Englischen “nar-bull-win-bull-win” gesprochen), der ein sehr gefährlicher Geist ist und sogar Frauen essen soll.
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So präsentiert sich der Nourlangie vom Kultplatz aus.
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Yellow Water ist ein Tummelplatz für Krokodile. Entsprechend eindeutig sind die Warnhinweise.
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Das Gebiet ändert immer wieder sein Aussehen, so wie das Gewässer seine Form variiert.
Die Uferbereiche sind in der Regenzeit weiträumig überflutet. Besucher werden über einen Steg zu einem Aussichtspunkt geführt.
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Dieser aufmerksame Jäger hat sich von uns weder beeindrucken noch stören lassen.
Auf dem Rückweg kamen wir an einer Anglerin vorbei, die auf dem Steg stehend ihre Angel ins seichte Wasser hielt, wo einige Fische schwammen. Ich wies sie scherzhaft darauf hin, dass die Schnur für Krokodile doch etwas zu schwach sei. Die Antwort kam prompt: Wenn an dieser Stelle Krokodile seien, würde sie mit Sicherheit nicht mehr hier stehen.
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Auf dem Rückweg zeigte sich noch eine kleine Wildpferdherde. Auf dem Braunen ritt ein Reiher, der sich so ein ganzes Stück über die Wiese tragen lies und von dort mit scharfen Blick nach möglicher Beute suchte.
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Dieses Schild weist auf die Gefahr der Überflutung bei starken Regenfällen hin.
Hinzu kommen noch Pegelmesser, die den Wasserstand anzeigen. Die längen der Messlatten liegen meist zwischen ein bis zwei Meter.
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Auf unserem Weg haben wir immer wieder weite Bereiche mit Termitenhügeln gesehen.
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Dieser stand nahe der Straße und bot sich für ein Foto mit Selbstauslöser regelrecht an. Zu dumm nur, wenn die Auslösezeit nicht ausreicht oder der Fotograf schlichtweg zu langsam war ...
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Am Hayes Creek Inn übernachteten wir auf auf einem kleinen Platz am Straßenrand.
Es ist ein typisches Road House mit Tankstelle, Campingplatz und einen kleinen Laden. Die großen Plakate an der Überdachung der Tankstelle werben für “XXXX”, einer in Queensland gebrauten Biersorte.
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Kurz nach Sonnenaufgang.
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In relativ kurzen Abständen donnerten hier die Road Trains vorbei.
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In Bridge Creek steuerten wir zwecks Frühstück einen Rastplatz an, der natürlich standardmäßig mit Tischen und Bänken sowie einer Feuerstelle ausgerüstet war.
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Schwertransporte haben es im Outback dank fehlender Unterführungen und Autobahnbrücken leichter, verlangen aber von den anderen Verkehrsteilnehmer mehr Aufmerksamkeit.
Voraus kündigt ein Begleitfahrzeug einen “Oversize”-Transport an. Das bedeutet, sich zügig eine Stelle auf dem unbefestigten Straßenrand zu suchen und den Wagen zügig zum Stehen zu bringen.
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Wenig später folgt dann der Transport, in diesem Fall war die Ladung ein großer LKW für den Tagebau.
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Wenn kein zweites Sicherungsfahrzeug folgt, ist mit weiteren Transportern zu rechnen, so wie hier.
Nachdem die Strecke freigegeben wurde, konnte es weitergehen.
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In Adelaide River fiel uns am Strassenrand diese Lok auf. Sie gehört einem Verein, der im stillgelegten Bahnhof ein Museum betreibt. Er liegt direkt an der Bahnlinie Adelaide-Darwin. Die Ausstellung zeig eine große Zahl von Maschinen, Arbeitsgeräten und anderen Details. Es kann eine komplette Werkstatt besichtigt werden, ebenso der historische Bahnhof, der in den originalen Räumen ausführlich über das Eisenbahnwesen im Northern Territory informiert.
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Die Dürre war dann auch der Grund zu folgender Szene: Beim Aufklappen des Deckels der Besuchertoilette zeigte sich im Becken sitzend ein handgroßer knallgrüner Frosch, der sich über die von ihm gefundene Wasserpfütze zu freuen schien. “Bei dieser Trockenheit sucht jedes Tier eben nach dem letzten Wassertropfen. Es hätte ja auch eine Schlange sein können”, bemerkte die herbeigerufene Aufsicht und spülte den Untermieter kurzerhand herunter.
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Im Außenbereich gibt es mehrere Wagen. Ein weiterer Bereich mit Bekohlungsanlage und anderen Bahneinrichtungen wurde gerade hergerichet, um die umfangreiche Sammlung zu vervollständigen.
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Es ergab sich mit der Aufsicht ein lockeres Gespräch über Eisenbahn, in dem er nebenbei erwähnte, dass in einer drei-viertel Stunde der legendäre Ghan auf eben dieser Strecke vorbei fahren würde. Also warteten wir die Zeit in sengender Hitze am Bahndamm ab. Als sich auch später kein Ghan zeigte, entschlossen wir uns, unsere Fahrt fortzusetzen. An der Ortsgrenze kam er uns dann doch entgegen und vor die Fotolinse. Leider gab es so nur unscharfe Bilder und ein wackeliges Video von der weiteren Verfolgungsfahrt. Aber wenigsten gesehen habe wir “ihn” ....
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Bei einem Stopp an einer Tankstelle konnten wir diese Bilder einfangen: Ein Road Train mit einer rekordverdächtigen Achszahl, wenigstens während unserer Reise.
4 an der Zugmaschine 7 am ersten, 6 beim zweiten und wieder 7 am letzten Anhänger ergeben ---- 24 Achsen!
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Man beachte die langen Deichseln, die dazu beitragen, dass sich das Gewicht des Road Trains auf der Straße und vor allem auf Brücken besser verteilt.
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5. und 6. Tag: Darwin
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Darwin zeigte sich im strahlenden Sonnenschein. Die Temperaturen waren wegen der Küstenlage nicht so hoch wie im Kakadu National Park.
Im kleinen Stadtzentrum finden sich eine Reihe von Hochhäusern, die natürlich nicht so dominant sind wie die Turmbauten in Perth oder Sydney.
Alte und neue Gebäude wechseln sich ab. Die Straßen sind im Zentrum übersichtlich weil schachbrettartig angelegt. Tückischer ist eher das Einordnen vor den Ampeln. Für uns war die Orientierung nicht immer ganz leicht, so dass wir schnell die falsche Spur erwischen konnten. Dann hieß es für uns: Auf zu einer neuen Runde ...
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Trotz anhaltender Dürre war der Rasen im Park sehr gepflegt und lud zum Betreten und Verweilen ein.
Die Wasser speiende Mosaikarbeit am Eingang des Parks erzählte von der Erkundung und Besiedelung Australiens.
Hier endet auch der Stuart-Highway, der quer durch das Outback führt von der Südküste bei Adelaide über Alice Springs im Red Centre bis hierher in den hohen Norden. Die ersten mehr als 2.000 km von Adelaide bis zum Barkly Highway waren wir schon bei unserer Reise vor sechs Jahren abgefahren, nun folgte ein Stück von rund 260 km.
Wir geben die Hoffnung nicht auf, einmal auch die noch verbliebenen 750 - 800 km des berühmten Highways eimal zu bereisen.
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Auf dem Meer fuhr langsam ein Schiff der Kriegsmarine vorbei.
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Blumen am Rande.
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Wie in den Städten Australiens üblich, gibt es ein dicht bebautes Zentrum, dann einen Gürtel aus halbhohen Gebäuden und in den Außenbezirken zumeist einstöckige Wohnhäuser.
Die Bebauung ist in Darwin aufgrund der Küstenlage gemischter. Aufgefallen sind uns dabei diese Häuser: Die Wohnbereiche sind auf Stelzen gebaut, so dass ebenerdig Platz für Autos, Gartengeräte und allerlei mehr bleibt..
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Typisch nicht nur für Darwin sondern auch für andere australische Städte ist die Stromversorgung über Freileitungen. Dabei gibt es unzählige Abzweigungen zu den Häusern, um sie mit der notwendigen Energie zu versorgen.
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Wir bekamen in der Nähe zum Zentrum bei Elke’s Backpacker ein Zweierzimmer. Während sich der gegenüberliegende YMCA mit der Nachfrage etwas schwer tat, hatten wir hier sofort eine Antwort und einen ermäßigten Preis. Außerdem hätten wir zum Wäschewaschen ohnehin zu Elke’s herüber gehen müssen ...
Das Doppelzimmer war ohne Klimaanlage, was nicht weiter störte, denn der Pflanzengürtel ringsum ließ nicht zu viel Sonnenlicht durch und sorgte für angenehme Temperaturen.
Zum Essen traf man sich sowohl draußen hinter dem Gebäude als auch im Obergeschoss auf der Terrasse. Dabei kam man schnell mit anderen Gästen ins Gespräch.
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Morgens streiften Vögel um die Gebäude der Herberge und suchten in den Beeten nach Futter. Tagsüber konnte man an besonders von der Sonne erwärmten Stellen kleine Echsen sehen, die meist nur wenige Zentimeter groß waren.
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Ein Molukenibis stolziert in der aufgehenden Sonne vorbei.
An sich sollen diese Ibis-Vögel recht scheu sein. Wir haben aber später mitten in Sydney erlebt, wie einige Papierkörbe auf Verwertbares untersuchten und dabei keinesfalls vor Fußgänger flüchteten.
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Diese zumeist laufenden Vögel war auch im Garten der Herberge vornehmlich morgens zu beobachten.
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Der Sportboothafen war fast bis auf den letzten Liegeplatz belegt. Direkt an der Marina grenzt ein kleines Hotelviertel.
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Am letzten Abend unseres Aufenthalts fand auf der Promenade ein Strandfest statt. Viele kamen schon früh, um den Sonnenuntergang zu genießen. Typisch bei solchen Gelegenheiten sind die mitgebrachten Getränke in Kühltaschen oder -boxen.
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Ein Foto als Einstimmung ....
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... ein weiteres mit Polizeireitern ....
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... und ein letztes, das uns den bitteren Abschied von dieser interessanten Stadt versüßen sollte.
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Schon lange vor Sonnenuntergang drangen Didgeridooklänge begleitet von Schlagzeugrhythmen über die schmale Dünenkette an den Strand. Sie animierten viele zum Stehen bleiben, Zuhören, Mitwippen und auch Tanzen.
Zahlreiche Künstler zeigten auf dem Fest ihr Können beim Jonglieren oder akrobatischen Einlagen. Es wurden Kleidung, Kunsthandwerk und vieles mehr angeboten.
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Ein Peitschenverkäufer zeigte Kindern, wie den geflochtenen Lederschnüren ein richtiger Knall zu entlocken war.
Viele Stände boten internationale Küche oder frisch gepresste Obstsäfte an. Alkohol und Rauchen waren im ganzen Bereich verboten, wie sonst auch auf öffentlichen Straßen und Plätzen in Australien.
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Auf dem Weg zum Flughafen begegnete uns noch ein Postbote auf seinem Motorrad, gekleidet in der typischen Farbe für australische Arbeiter: Ein fröhlich leuchtendes Signalgelb. Obligatorisch sind Sonnenschutz am Helm und ein die Arme bedeckendes Shirt. Wer unter solch intensiver Sonnenbestrahlung lebt und arbeitet, weiß dieses zu schätzen.
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Obwohl er “Darwin International Airport” heißt werden hier auch Inlandsflüge abgefertigt. In größeren Städten sind der “International” und “Domestic” teils kilometerweit auseinander, was mitunter zu schlimmen Verwechslungen führen kann.
Bye-bye Darwin - Welcome Perth!
(Fortsetzung folgt)
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