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(c) Holger Gatz 2000 - 2012
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Australien 2011
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Reiseplan Northern Territory:
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1. Tag: Von Darwin zum Kakadu National Park
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In Darwin angekommen, wollten wir unseren Wagen in Empfang nehmen. Der Herr am Europcar-Schalter bedauerte, nicht die vorbestellte Fahrzeugklasse anbieten zu können, sondern nur eine höhere, natürlich ohne Aufschlag. Wer sollte da ablehnen? Nachdem wir uns im nächsten Supermarkt mit dem Nötigsten versorgt hatten, ging es auf die 250 km weite, aber für australische Verhältnisse kurze Reise. Am Road House Bark Hut legten wir eine Rast ein und gönnten uns das erste Eis.
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Frühzeitig wurden wir auf die eigentlichen Herrscher in dieser Region hingewiesen: Alligators! Don’t risk your life! Das Land war ausgedörrt. Wir hatten Anfang Oktober. Seit April/Mai sei kein Regen gefallen, hieß es. Das erste Nass war im September, spätestens Oktober fällig. Auch die Temperatur lag mit 39°C im Schatten deutlich höher..
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Im Northern Territory sind noch viele Road Trains unterwegs. Diese Lastzüge haben bis 53 m Länge und fahren 100 km/h. Ihre kleineren Ableger, die ”Long Vehicles”, bringen es auf 36 m und damit deutlich mehr als unsere deutschen “Gigaliner”, die mit ihren 25 m und nur 80 km/h in Australien eher ein Hindernis wären.
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Viele Straßenabschnitte sind auf der einspurigen Strecke schnurgerade und gut einsehbar. Da die Höchstgeschwindigkeit für alle gilt und auch von den Road Trains gehalten wird, ist Überholen im Grunde unnötig. Tückisch weil unübersichtlich ist es in Kurven und vor Hügeln, an denen die Lastzüge zusätzlich deutlich an Geschwindigkeit verlieren. Für Überholmanöver sollte mehr Zeit kalkuliert werden, da sie sich über mehrere Kilometer erstrecken können.
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Nachdem wir schon eine Reihe von Gewässer gequert hatten, legten wir an einem Arm des West Alligator Rivers eine kurze Fotopause ein und erhielten so einen kleinen Eindruck von der Vegetation, die uns am Ziel erwarten würde.
Wir kamen gut voran und hatten nur noch 50 - 55 km bis Jabiru vor uns. Dort wollten wir zwei Nächte verbringen.
Nach dem langen Anflug von Frankfurt über Singapur und Melbourne nach Darwin freuten wir uns schon auf eine erfrischende Dusche und ein entspanntes Ausstrecken unserer Glieder, die bis dato durch die stundenlangen Flüge doch sehr beansprucht waren.
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Kakadu National Park: Mamukala Wetlands
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Am Mamukala Billabong nahmen wir uns Zeit für einen kurzen Spaziergang. Über einen langen Steg erreichten wir eine überdachte Aussichtsplattform, die einen herrlichen Blick auf den See erlaubte.
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Neben zahlreichen Vogelarten waren auch kleine Kängurus (Wallabys) zu sehen, die seelenruhig zwischen den Vögeln umher hoppelten.
Weite Bereiche der flachen Uferzone waren dicht von Wasserpflanzen bedeckt.
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Auf dem ersten Blick schien der See hauptsächlich von Spaltfußgänsen bevölkert zu sein. Diese waren sehr aktiv und ständig auf der Suche nach Futter. Doch dazwischen fanden sich noch viele weitere Vogelarten.
Der Restweg bis Jabiru war dann nur noch ein “Katzensprung”.
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Wir erhielten auf dem Campingplatz einen “unpowered” also stromlosen Stellplatz. Es gab einen Swimmingpool, ein Restaurant und natürlich Duschen, Kochgelegenheiten und Waschmaschinen. Die Touristeninformation bot zahlreiche Unternehmungen an. Wir entschieden uns für eine Bootstour am nächsten Tag auf dem East Alligator River.
Obwohl hier für Bustouren auch luftige Zelte bereit gehalten wurden, verzichteten einige Reisegesellschaften auf Unterkünfte und nächtigten unter freien Himmel, von unten durch eine dünne Matte gepolstert, von oben mit einem Moskitonetz vor den stechenden und beißenden Insekten geschützt. Letztere machten sich im Schlaf über uns her, da wir bei 25°C in der Nacht die Wagenfenster auflassen mussten.
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Wir hatten mit dem Pkw Glück. Obwohl eine Preisklasse besser, verfügte er über manuelle Liegesitze, auf denen es sich gut schlafen ließ, im Gegensatz zu unserer ersten Australienreise, während der wir zwei Wochen in einem Wagen verbrachten, in dem alles elektrisch verstellbar war und die Sitze sich daher nicht zum Schlafen eigneten.
Zwar freuten wir uns auf die morgendliche Dusche, doch sie half letztlich wenig. Kaum hatten wir uns mit kühlem Wasser berieseln lassen, schlug die Hitze bei aufgehender Sonne zu und brachte uns wieder zum kochen.
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2. Tag: Ubirr - East Alligator River
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Eine Bootstour auf dem East Alligator River gab Gelegenheit, diese Urzeittiere in der freien Natur zu sehen. Bei mittäglicher Hitze hielten diese sich lieber im Schatten auf. Dennoch galt: Keine Hand ins Wasser!
Der Bootsführer war ein Aborigine, der uns während der Fahrt verschiedene Bräuche und Gewohnheiten der Uraustralier erklärte, sowie auf besondere Plätze hinwies (z.B. Drehorte von Crocodile Dundee-Filmen).
Sozusagen ihm Vorbeifahren bekamen wir die ersten Eindrücke von uralten Felszeichnungen und Tipps, wie mit Rindenblätter der Paperback Trees erlegte Kängurus verpackt und in heißer Asche gegart werden.
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Während sich unser Touristenführer an einem Aussichtspunkt für eine Vorführung präparierte, hatten wir eine Viertelstunde, um uns zu bewegen und Bilder zu machen.
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Wir bestiegen einen Felsen, der einen guten Ausblick und schöne Fotos versprach.
Wie in den australischen Nationalparks üblich, gibt es mehr Trampelpfade als angelegte Wege. Feste Schuhe, sonnendichte Kopfbedeckung und immer eine (große) Flasche Wasser gehören zur Grundausstattung. Das lernen hier die Kinder schon von Klein auf..
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Unser Bootsführer erzählte uns von seiner Kindheit, mit welch drakonischen Strafen er seine Lektionen habe lernen müssen. Er zeigte uns verschiedene Geräte und erklärte, unter anderem wie Speere mit Hilfe eines besonderen Wurfholzes noch viel weiter geschleudert werden können. Auf der Rückfahrt angelten wir ihm den Speer wieder mit aller Vorsicht wieder aus dem Fluss heraus, wobei wir wachsam sein mussten, denn die Flussbewohner waren weiterhin höchst wachsam.h
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Bereits am Morgen hatten hatten wir unseren Eintritt an der Park-Information bezahlt. Dort hatten wir weitere Tipps bekommen, unter anderem auch den, am Cross Over Krokodile zu beobachten. So sollten bei aufsteigend Wasser der Fahrdamm überflutet und dabei zahlreiche Fische herüber gespült werden. Diese würden von den dort extra versammelten Alligatoren verspeist werden.
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Also warteten wir dort bis zum Hochwasser um 14.00 Uhr im nur wenig vorhandenen Schatten und harten dem großen Schauspiel, das da folgen sollte. Jedoch fanden sich nur zwei Krokodile ein, die auch noch recht lustlos vor der Querung dahin dümpelten..
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Spaß hatten wir dennoch, denn es war immer wieder ein Schauspiel, wie sich die Fahrzeuge durch den Fluss arbeiteten. Es wurde gewettet, ob es der Fahrer bis zum anderen Ufer schaffen würde. Manch mutiger Fahrzeuglenker wurde sogar mit Applaus bedacht
Danach kehrten wir im Ubirr Border Store ein. Das Road House bot verschiedene Speisen an, die üppig, schmackhaft und preiswert waren. Die Bedienung war, wie eigentlich überall, freundlic
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Ubirr: Mangarre Walk
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Am Nachmittag machten wir uns auf zum Mangarre Walk, der uns durch einen Urwald führte.
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Im Gegensatz zu der sonst recht ausgedörrten Vegetation hatte man hier den Eindruck, nun doch etwas Urwald erleben zu können. Dabei schien es als wäre das Grün als Farbe eher den höher gewachsenen Bereichen vorbehalten, denn dort, wo die Sonne fehlte, wirkte vieles grau und ausgetrocknet.
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Im Bild eine ungebetene Einwanderin: Es handelt sich wohl um die Yellow Crazy Ant (Gelbe Spinnerameise), ein aggressives Insekt, mit giftiger Ameisensäure als Waffe, die auch größeren Tieren gefährlich werden kann. Woher sie eingeschleppt wurde, ist unbekannt, sicher ist, dass diese Ameisen zu den hundert gefährlichsten Tierarten gehört, die durch den Menschen weltweit in artfremde Gebiete geschleppt wurden. Wo sie auftaucht gefährdet sie das Ökosystem, da sie die heimische Arten vernichten kann.
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Der Mangarre Walk rühmt sich seiner Fledermäuse - und das ganz zu Recht. Wir fanden unzählige dieser Flattertiere in den Bäumen.
Aber selbst ihnen war es zu warm, denn viele fächelten sich mit den Flügeln Luft zu, während sie ihre Siesta hielten.
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In einem Land mit vielen Überraschungen sehen natürlich auch die Früchte etwas anders aus.
An einer Weggabelung führte der Pfad in ein Gebiet, dass aufgrund der Beschilderung nur von Frauen zu betreten war. Der Ursprung liegt in der Kultur der Aborigines, die dieses in früherer Zeit bestimmten. Wir akzeptierten das und machten uns weiter auf dem anderen Weg für die “Allgemeinheit”.
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Der Rundgang verlief stellenweise nicht weit vom Alligator River. So schauten wir immer wieder am Ufer vorbei, was sich denn wohl auf dem Fluss tat.
So konnten wir dieses Krokodil aufnehmen, das sich nicht weit von uns treiben ließ.
Als wir vor sechs Jahren das erste Mal Australien bereisten, sahen wir im Australia Zoo bei Brisbane, wie Krokodile senkrecht aus dem Wasser schossen, um dem Tiertrainer ein Stück Fleisch zu entreißen.
Wir wollten selbst nicht zur Beute werden und achteten daher auf einen gebührenden Abstand zum Wasser.
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Ubirr: Blick ins Arnhem Land
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Gegen Abend machten wir uns auf dem Weg zum Ubirr, eine Felsformation, von der aus wir einen schönen Sonnenuntergang sehen sollten.
Dabei passierten wir eine Reihe von Felszeichnungen, die viele Tausend Jahre alt sind.
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Die Sonne stand schon recht tief, so dass es mit den Fotoaufnahmen schwierig wurde. Das Licht ließ die Felsen in einem Goldton erstrahlen und jede andere Blickrichtung zeigte vollkommen neue Eindrücke.
Der Weg war teils ausgeschildert, teils deuteten nur kleine rote Pfeile auf den weiteren Verlauf hin. Geländer waren nur da, wo man nicht weiter an die Felszeichnungen herantreten sollte. Es galt also genau aufzupassen, wie und wo man hintrat.
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Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir das erste Plateau des Ubirr. Dort war ein Ranger Talk eingerichtet, den es auch an anderen Stellen des Nationalparks gibt und an dem an bestimmten Tagen die Wildhüter den Touristen die Natur erklären. Wir kamen kurz mit einer Rangerin ins Gespräch und konnten ihre Meinung nachvollziehen, dass es hier für sie einer der schönsten Orte sei..
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Es war Vorsicht geboten, denn die Felskanten sind steil und ungesichert. Ohnehin wird auf die eigene Urteilsfähigkeit der Touristen gesetzt: Wer sich zu viel zutraut, findet sich eben schnell am Fuße des Felsens wieder und verpasst den grandiosen Ausblick auf das Land und den Sonnenuntergang. Es gilt eben auch hier die australische Redensart für alle Lebenslagen: “No worries!”, “Kein Problem!”
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So saßen wir nun “on top of the hill” mit 100 weiteren Besuchern und waren gemeinsam gefesselt von diesem Naturschauspiel und der ruhigen und entspannten Atmosphäre.
Von hier aus war eine fast grenzenlose Sicht ins Arnhem Land möglich, wobei die Sonne die Felsen in rot-goldene Farben tauchte.
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Die größte Überraschung war aber die satte grüne Vegetation, die im Arnhem Land vor uns lag, vollkommen gegensätzlich zu dem von der Hitze verbrannten Land, durch das wir bisher gekommen waren. Es war der Eindruck einer scheinbar ganz anderen Welt, die wir hier überhaupt nicht vermutet hatten und die nun plötzlich vor uns lag.
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Tatsächlich ist dieses Gebiet eine Senke, in der sich das Wasser sammelt und so erst diese üppige Vegetation möglich macht.
...genießen wir hier einfach einmal den Sonnenuntergang ...
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3. Tag: Jabiru - Stadt im Kakadu National Park
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Nachdem die Sonne vollends hinter dem Horizont verschwunden war, machten sich alle auf den Rückweg, natürlich den kleinen roten Pfeilen nach, sofern sie noch zu sehen waren ...
Nachzügler wurden von zwei Rangern mit Taschenlampen “eingesammelt”. Für den Rückweg nahmen wir eine Abkürzung zum Parkplatz. Dennoch war es schon stockdunkel, als wir am Wagen ankamen.
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Wir hatten uns einiges vorgenommen, mussten tanken, unsere Vorräte auffüllen und waren noch immer auf der Suche nach passenden Gaskartuschen für unseren Kocher, der klein zusammenlegbar im Gepäck mitreiste. Vor sechs Jahren war es kein Problem, für das vorherige Modell entsprechende Kartuschen zu bekommen, nun schien aber rein gar nichts mehr zu passen, obwohl laut Hersteller der Kartuschentyp nicht gewechselt wurde. Aber wir waren ja am Anfang der Reise und wussten: No worries!
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Das kleine Einkaufszentrum mit diversen Läden, Post und Bank präsentierte sich mit üppigen Pflanzenwuchs.
Es war noch früh, so schauten wir uns noch etwas um.
By the way ... Jabiru ist eine vollständig ausgestattete Stadt, sogar mit einen Flugplatz für kleine Propellermaschinen. Es gibt neben einer Feuerwehr auch eine Tankstelle, eine öffentliche Bücherei, einen Kinderhort, eine Autowerkstatt und natürlich zahlreiche Hotelbetten. Ach ja ... und eine Flinders Street, die in keinem Ort des Northern Territory fehlen darf, die gibt es hier auch ...
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Der Kakadu National Park hat seinen Namen nicht von den dort in Massen lebenden Papageien, sondern leitet sich ab von der Sprache der dort ansässigen Aborigines. Diese heißt “Gagudju” und wurde, wie so vieles, vom weißen Mann nur falsch ausgesprochen, eben “Kakadu”. Die bei uns gleichnamigen Vögel heißen dort “cockatoo”. Wer sich in Australien nach Kakadus erkundigt, erntet daher leicht unverständiges Stirnrunzeln.
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Am Nourlangie Rock: Anbangbang Billabong
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Da wir gerne cockatoos sehen wollten, wurde uns ein Besuch des Anbangbang Billabongs empfohlen. Natürlich war vorher die sprachliche Hürde “Kakadu/cockatoo” zu nehmen. Unsere Frage war der freundlichen und sehr hilfsbereiten Damen im Besucher-Center anfänglich unverständlich. So vermutete sie erst, dass wir eine Aborigines-Siedlung besuchen wollten.
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Wasser im Kakadu National Park bedeutet in der Regel auch immer die Anwesenheit von Krokodilen, was hier noch einmal besonders deutlich gemacht wurde, denn die Warnschilder waren sogar in zwei Linien um den Billabong herum aufgestellt: erst ein allgemein verständliches Piktogramm und dann nahe am Ufer diese eindeutige Warnung.
Außer vieler Vögel und einen vertrockneten Frosch auf dem Pfad vom Parkplatz hierher war nichts ungewöhnliches zu sehen. In diesem Fall fanden wir es vielleicht auch besser so ...
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Hier hier zeigt sich wieder die Besonderheit der australischen Natur: Schon auf der Fahrt zum Naturschutzpark sahen wir viele Bäume, die selektiv angebrannt wurden, um sie zur Fortpflanzung anzuregen.
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Um auf die Warnschilder zurück zu kommen: Am gegenüber liegenden Ufer tummelten sich einige Besucher an einem Rastplatz und kamen dem Ufer im wahrsten Sinn des Wortes zum greifen nahe ...
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Die cockatoos machten sich anfänglich etwas rar, so dass wir schon ein wenig enttäuscht waren. Aber die Wildgänse boten auch gute Motive, wie sie am Ufer und zwischen den Wasserlilien im See herum stolzierten, vornehmlich dort, wo es für die Krokodile zu flach war, um versteckt auf Beute lauern zu können.
Später sahen wir dann doch noch mehrere der weißen cockatoos, gut geschützt vor der heißen Mittagssonne in den Baumkronen sitzend.
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